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Gaarden Blog



Von der Kunst des Bewahrens

Martin Geist     20.08.2015


„Kein Ende in Sicht.“ Dieses Motto steht mit Fug und Recht über der Ausstellung über „Die Kunst des Bewahrens“ im Restaurierungszentrum Kiel.


Nicht nur, dass es beim Restaurieren darum geht, Kulturgüter so zu bewahren, dass „kein Ende in Sicht ist“. Auch die Ausstellung selbst hat so etwas wie einen Endlos-Charakter, denn sie ist auf Dauer angelegt. Schwierig genug war das. Fördermittel für diese in Schleswig-Holstein und vielleicht sogar ganz Deutschland einzigartige Schau ließen sich nur arg mühsam beschaffen. Letztlich gelang es aber doch, Geld vom Innenministerium und der Kulturstiftung des Landes, vom Spendenparlament Schleswig-Holstein sowie vom Rotary-Club Düsternbrook und vom Förderverein Gaarden zu bekommen. Was trotzdem nichts daran ändert, dass in der Ausstellung jede Menge Ehrenamt steckt.
Wer sich die professionell gestalteten Elemente in der Kaiserstraße anschaut, geht mit hoher Wahrscheinlichkeit wissender hinaus als er hineingegangen ist. Schließlich geht es dem Restaurierungszentrum und dem Verein Kulturwerft darum, ein realistisches Bild eines oft missverstandenen Berufes zu zeigen. Restauratoren lassen eben nicht alles „in neuem Glanz“ erstrahlen, sondern dem Alter seine Würde. Erhalt ist das Thema, nicht Aufhübschung.
Dergleichen Missverständnisse gibt es noch manche mehr. Und sie lassen sich auf durchaus unterhaltsame und teils auch spannende Weise aufklären. Egal ob es um Stein, Textilien, Leder, Metall, Holz, Gemälde oder Tondokumente geht, jedes Fachgebiet wird dabei gewürdigt.
Geöffnet ist die Ausstellung in der Kaiserstraße 4 jeden Dienstag von 15 bis 19 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 289 350 16.


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